Menschenskinder

Der gesellschaftliche Trend ist eindeutig: Kinder sollten mit 2 Jahren oder auch schon früher in eine Kindereinrichtung geschickt werden. Millionen werden aufgewandt, um diesen Anspruch bundesweit zu verwirklichen. 

„Kinder dürfen einem stetigen Berufsalltag der Eltern nicht im Wege stehen“ – sagen wir und wollen oder müssen Geld verdienen.
„Kinder müssen unter Kinder“ sagen wir, und wir beruhigen uns mit dieser Aussage.
„Familie findet ja trotzdem statt – nach Feierabend und am Wochenende“ – sagen wir uns und meinen, dass dies vollkommen ausreicht bzw. ausreichen muss.

Es hat fast keinen Zweck, durch Argumente über frühkindliche Entwicklung zu zeigen, wie ungut das zeitige Abgeben in Kindereinrichtungen ist, denn der gesellschaftliche Trend wirkt stark. Zudem ist es meistens emotional leichter einer geordneten Arbeit nachzugehen, als sich mit ständig ändernden und sich entwickelnden Kindern zu beschäftigen.

Es ist nicht unbedingt einfach, einen Weg entgegen dem gesellschaftlichen Strom zu gehen. Denn zum Einen bedarf es in punkto Lebensstandard der Bereitschaft, mit weniger auszukommen, zum Anderen ist aber auch eine unabhängige Kraftquelle außerhalb des gesellschaftlichen Systems notwendig.
Diese Quelle kann allerdings jeder Mensch „anzapfen“: Sie ist der Kontakt und das Verbundensein mit dem Gott allen Lebens und seinem Sohn Jesus Christus. Aus dieser Verbindung Gott-Mensch läßt sich alles im Leben neu ordnen. Ich bin überzeugt, dass Sie sich (oft auch unbewußt) nach dieser verändernden Beziehung sehnen und mache Ihnen Mut, neue Schritte zu wagen. Ihr Kind wird Ihnen später dafür danken!

Matthias Stelzner
Projektleitung
LebensRaum WestThüringen, 27.4.16