Die Wut

Die Wut in mir
macht, dass ich nichts mehr hör’ von Dir.
Die Worte so klein,
sie verletzten mein Sein.
Und so pocht es in der Nacht:
Das wurde mit Absicht gemacht!
Im Denken und Drehen
kann ich die Wut wachsen sehen.

Die Wut und der Schmerz,
sie teilen sich mein Herz.
Das Selbstmitleid in mir
streut Futter vor die Tür.
Das Pochen auf mein Recht
macht mich zum eigenen Knecht
meiner Gedanken, und wer
bringt wieder Frieden her?

Gehört der Raum meines Herzens nicht Dir?
Was macht dann all’ der Unrat hier?
Die Gedanken haben es vergessen,
ich habe mein Herz wieder selber besessen.

Birgit Stelzner
LebensRaum WestThüringen, 28.1.15

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