ich suche, du suchst, er/sie/die Sucht

Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, nach einem Ziel und nach Erfüllung werden Menschen immer wieder in Süchten gefangen gehalten. Das Suchen bleibt stecken in der Sucht, weil die Sucht kurzfristig alle Probleme zur Seite schiebt, um dann das ganze Dilemma noch viel schlimmer zu machen.

Eine Sucht kann sich in vielen Bereichen festsetzen. Sie geht vom Lottospielen über den Alkohol zum Internet. Sucht nach Filmen, nach Medikamenten, nach Zigaretten, nach übermäßig viel Essen, nach Arbeiten ohne Aufzuhören … Die Liste ist unendlich.

Auf der Suche zu sein ist zunächst sehr positiv. Wenn die Suche allerdings an den falschen Plätzen stattfindet und zur Sucht wird, folgen meist ernsthafte soziale, körperliche und seelische Nöte.

„Sucht mich, so werdet ihr leben.“ Das ruft der lebendige Gott den Menschen zu. Und dies ist eine echte Einladung in die Freiheit. So gibt es viele Beispiele, wo Menschen dauerhaft aus der Sucht heraus gekommen sind und wo Beziehungen wieder gesund wurden. Weil sie eben wirklich das gefunden haben, wonach sie eigentlich suchten.

Es gibt in Deutschland zahlreiche Hilfsangebote, die davon ausgehen, dass es Gott gibt. Diese Einrichtungen bieten nicht nur Therapien, sondern gehen dem eigentlichen Problem – dem Suchen – auf den Grund.

Matthias Stelzner
Projektleitung
LebensRaum WestThüringen, 12.2.14