Das Schweigen im Walde

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Wenn in einer Beziehung das Gespräch (= zuhören und reden) auf der Strecke bleibt, dann wachsen im Inneren des Menschen bittere Unkräuter. Das Herz verschließt sich immer mehr und wird hart. Die Gedanken drehen sich im Kreis oder Wut bricht hervor.    

Es braucht manchmal lange – oft zu lange – , bis das Schweigen im Walde als Sackgasse erkannt wird. Und dann muss der Mut und der Zeitpunkt gefunden werden, das Gespräch zu suchen. Je eher, desto besser!

Denn jeder weiß, je länger in eine Sackgasse hinein gefahren wird, desto länger ist logischerweise auch der Weg aus der Sackgasse heraus.

Zeigen Sie heute einer Beziehungskrise die kalte Schulter, indem Sie anfangen über Probleme in Ihrer Beziehung zu reden!

Einige Regeln dazu:

  • Sprechen Sie eine Sache offen an und beginnen Sie mit „Ich fühle mich betroffen über …“ oder „Ich bin traurig über …“ oder „Ich kann mit dem Zustand schlecht leben, dass …“
  • Vermeiden Sie Verallgemeinerungen wie „Du bist immer unfair.“ „Du bist nie bereit, mit zu helfen …“
  • Bleiben Sie ruhig und möglichst sachlich. Beschimpfungen bringen nicht weiter.
  • Bemühen Sie sich zuzuhören und die Situation Ihres Gegenübers zu verstehen.
  • Versuchen Sie bei einem Problem zu bleiben. Es wird zu anstrengend, mehrere Dinge gleichzeitig lösen zu wollen.

Und noch etwas. Falls Sie schon mehrfach das Gespräch gesucht haben – doch ohne Erfolg: Wenden Sie sich unbedingt an eine Person Ihres Vertrauens, um neue Ideen und Lösungsansätze zu entwickeln.

Matthias Stelzner
Projektleitung
LebensRaum WestThüringen, 8.10.14

 

 

 

Ein Gedanke zu “Das Schweigen im Walde

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